Gesundheit stärken. Vertrauen aufbauen. Communitys empowern.
Mit unserer aufsuchenden HIV-Prävention erreichen wir Menschen aus afrikanischen Communitys dort, wo sie leben, sich treffen und austauschen.
Viele Menschen mit Migrationsgeschichte aus Subsahara-Afrika erleben Barrieren im Zugang zu Gesundheitsangeboten. Unser Projekt setzt genau hier an: kultursensibel, partizipativ und auf Augenhöhe. Gemeinsam bauen wir Vorurteile ab, stärken sexuelle Gesundheit und schaffen Vertrauen.
Warum aufsuchende Prävention?
Menschen aus afrikanischen Communitys sind in Deutschland häufig mit besonderen Herausforderungen konfrontiert: sprachliche Hürden, Diskriminierungserfahrungen, unsichere Aufenthaltsstatus oder fehlendes Vertrauen in staatliche Institutionen erschweren den Zugang zu Beratung und Testangeboten. Gleichzeitig bestehen rund um HIV und sexuelle Gesundheit weiterhin Vorurteile und Ängste.
Klassische Informationsangebote erreichen viele Menschen nicht ausreichend. Deshalb gehen wir neue Wege: Wir kommen in die Communitys, knüpfen an bestehende Netzwerke an und schaffen Räume, in denen Fragen offen gestellt werden können – ohne Angst vor Stigmatisierung.
Unser Ansatz: aufsuchend, kultursensibel, partizipativ
Unser Projekt setzt auf Vertrauen und Beteiligung. Prävention bedeutet für uns nicht Belehrung, sondern Dialog. Wir arbeiten aufsuchend, besuchen Veranstaltungen, kooperieren mit Community-Strukturen und entwickeln Angebote gemeinsam mit den Menschen vor Ort.
Ein zentraler Bestandteil ist der Peer-to-Peer-Ansatz: Menschen aus den Communitys engagieren sich als ehrenamtliche Mitarbeiter*innen und Multiplikator*innen. Sie geben Informationen weiter, sprechen sensible Themen an und bauen Brücken zwischen Community und Gesundheitssystem. Diese Arbeit auf Augenhöhe stärkt Selbstwirksamkeit und nachhaltige Veränderung.
Begegnung schafft Vertrauen: unser monatliches afrikanisches Treffen
Ein Herzstück des Projekts ist unser monatliches afrikanisches Treffen. Menschen aus unterschiedlichen afrikanischen Herkunftsländern kommen zusammen, um gemeinsam typisch afrikanische Gerichte zu kochen, zu essen und sich auszutauschen.
In dieser offenen und wertschätzenden Atmosphäre entstehen Gespräche über Sexualität, HIV und Gesundheit ganz selbstverständlich. Das gemeinsame Kochen verbindet, schafft Zugehörigkeit und senkt Hemmschwellen. Prävention wird hier Teil des Alltags – nicht abstrakt, sondern nah am Leben der Menschen.
Die Treffen bieten außerdem Raum für Fragen, Informationen zu Testangeboten und individuelle Beratungsmöglichkeiten. Alles freiwillig, respektvoll und vertraulich.
Unsere Ziele
Unser Ziel ist es, Menschen zu stärken – nicht nur in ihrer Gesundheit, sondern auch in ihrer gesellschaftlichen Teilhabe.
Unsere Ziele im Detail:
- Abbau von Vorurteilen und Stigmatisierung rund um HIV
- Förderung von Wissen über sexuelle Gesundheit
- Stärkung der Testbereitschaft
- Empowerment von Community-Mitgliedern
- Aufbau nachhaltiger Vertrauensstrukturen
- Förderung von ehrenamtlichem Engagement
Für wen ist das Projekt gedacht?
Das Projekt richtet sich an Menschen mit Migrationsgeschichte aus Subsahara-Afrika in Braunschweig und Umgebung – unabhängig von Aufenthaltsstatus, Geschlecht, sexueller Orientierung oder Religionszugehörigkeit und deren Freund*innen.
Willkommen sind alle, die sich informieren, austauschen oder selbst aktiv werden möchten.
Mitmachen oder mehr erfahren
Du möchtest an einem Treffen teilnehmen, dich informieren oder dich als Multiplikator*in engagieren?
Dann melde dich bei uns. Wir beraten vertraulich und kostenlos.
